23. September 2025

Wie sieht das Quartier der Zukunft aus?

Katrin Sommer spricht im Interview über die Weiterentwicklung des Virchow-Viertels: von flexiblen Flächenkonzepten über nachhaltige Strukturen bis hin zu neuen Ideen für mehr Aufenthaltsqualität. Ziel ist ein lebendiges Stadtquartier, in dem Einkaufen, Arbeiten, Freizeit und Nachbarschaft nahtlos ineinandergreifen – und das durch seine Lage direkt neben dem Universitätsklinikum neue Perspektiven eröffnet.

WALTER führt gerade eine Kundenbefragung im Virchow-Viertel durch. Was möchten Sie mit dieser Befragung herausfinden?

Mit der Befragung möchten wir ein möglichst genaues Bild davon erhalten, wie die Menschen das Virchow-Viertel oder auch den Stadtberger Markt heute erleben, was ihnen gefällt – und was vielleicht noch fehlt. Die Ergebnisse helfen uns, noch gezielter auf die Wünsche und Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher einzugehen und das Quartier zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

Warum ist es Ihnen wichtig, direkt mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen?

Weil echte Quartiersentwicklung nur im Dialog funktioniert. Die Menschen vor Ort kennen ihren Alltag am besten – sie wissen, welche Angebote sie brauchen, was ihnen Lebensqualität bedeutet. Dieses Wissen ist für uns unverzichtbar, um Entscheidungen zu treffen, die langfristig funktionieren und wirklich Mehrwert schaffen.

Können Sie uns das Fachmarktzentrum im Virchow-Viertel kurz vorstellen?

Das Fachmarktzentrum ist ein zentraler Bestandteil des Virchow-Viertels und bietet eine attraktive Mischung aus Nahversorgung, Dienstleistungen und ergänzenden Angeboten. Unser Fokus liegt auf einem guten Branchenmix, der sowohl den täglichen Bedarf abdeckt als auch Raum für neue Impulse schafft.

Was macht den Standort aus Ihrer Sicht besonders attraktiv?

Es ist die Kombination aus urbaner Lage, guter Erreichbarkeit und einem lebendigen Umfeld. Das Virchow-Viertel liegt neben unserer Uniklinik in einem wachsenden Stadtteil mit viel Potenzial – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial und kulturell. Diese Dynamik wollen wir aktiv mitgestalten.

Wie möchten Sie das Quartier entwickeln – was haben Sie konkret für das Virchow-Viertel vor?

Wir denken das Quartier ganzheitlich: Es soll ein Ort sein, an dem Einkaufen, Arbeiten, Freizeit und Nachbarschaft miteinander verschmelzen. Dafür entwickeln wir neue Nutzungskonzepte, stärken die Aufenthaltsqualität und setzen gezielt auf nachhaltige und flexible Strukturen.

Wie lassen sich die Bedürfnisse von Anwohnern, Kunden und Mietern in ein gemeinsames Konzept integrieren?

Das ist sicherlich eine der größten Herausforderungen – aber auch eine der spannendsten. Unser Ansatz ist es, alle Perspektiven frühzeitig in die Entwicklung einzubeziehen. Wir schaffen Formate für Austausch, hören zu und versuchen, unterschiedliche Interessen in eine gemeinsame Vision zu übersetzen.

Welche Themen rund um Nachhaltigkeit und zukunftsfähige Handelskonzepte greifen Sie bei der Weiterentwicklung auf?

Nachhaltigkeit bedeutet für uns mehr als nur Energieeffizienz. Es geht um soziale Verantwortung, um Mobilität, um kurze Wege und um langlebige Konzepte. Wir denken in Kreisläufen, fördern regionale Strukturen und setzen auf ein Miteinander, das Ressourcen schont – ohne den Komfort einzuschränken.

Gibt es Elemente, die Sie als besonders innovativ oder beispielhaft hervorheben würden?

Ein Ansatz, den ich besonders spannend finde, ist die flexible Flächennutzung: Räume, die je nach Bedarf für Handel, Kultur oder Community-Angebote genutzt werden können. Solche multifunktionalen Strukturen machen das Quartier resilienter – und deutlich lebendiger.

WALTER positioniert sich als langfristiger Partner und Asset Manager – wie spiegelt sich das im Virchow-Viertel wider?

Langfristigkeit zeigt sich für uns im echten Verantwortungsbewusstsein. Wir investieren nicht nur in Immobilien, sondern in Beziehungen – zu den Menschen, zur Stadt und zum Standort. Das Virchow-Viertel ist für uns kein kurzfristiges Projekt, sondern ein wachsendes Miteinander mit Perspektive.

Welche nächsten Schritte stehen in der Entwicklung an?

Nach der Auswertung der Befragung werden wir konkrete Maßnahmen ableiten und priorisieren. Parallel arbeiten wir bereits an Konzepten zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität, der Flächengestaltung und des Nutzungsmixes. Ziel ist es, Schritt für Schritt sichtbare Veränderungen zu schaffen.

Was erhoffen Sie sich von den Ergebnissen der aktuellen Kundenbefragung?

Ich hoffe auf ehrliches Feedback – Lob genauso wie Kritik. Beides hilft uns, unsere Perspektive zu schärfen und die Entwicklung noch gezielter zu steuern. Im besten Fall zeigen uns die Ergebnisse auch neue Ideen auf, die wir bisher vielleicht nicht bedacht haben.

Wenn Sie in die Zukunft blicken: Welchen Beitrag soll das Virchow-Viertel für die Stadt und für WALTER leisten?

Das Virchow-Viertel soll ein Modell für moderne Quartiersentwicklung sein – ein Ort, der wirtschaftlich erfolgreich ist, aber auch Identität stiftet. Für die Stadt bedeutet das: mehr Lebensqualität, mehr Verbindung. Für WALTER: ein lebendiges Beispiel dafür, wie verantwortungsvolle Immobilienentwicklung aussehen kann.

Was reizt Sie persönlich an diesem Projekt am meisten?

Mich fasziniert die Möglichkeit, echten Wandel mitzugestalten. Es geht nicht nur um Gebäude, sondern um Lebensräume. Und jeder Schritt, den wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort gehen, bringt uns dieser Vision ein Stück näher.

Worauf sind Sie – Stand heute – besonders stolz?

Ich bin stolz auf das wachsende Vertrauen, das wir im Quartier spüren – bei den Mietern, bei den Kundinnen und Kunden und bei unseren Partnern. Es zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

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